Tagesgeld: Ausländische Banken locken mit Kampfzinsen

Geschrieben von am 2. November 2012

Tagesgeld ist nach dem Sparbuch immer noch die beliebteste Anlageform für deutsche Kunden. Kein Wunder, sprechen doch die tägliche Verfügbarkeit in unbegrenzter Höhe, die hohe Sicherheit, sowie die einfache Verwaltung für das Tagesgeld. Allerdings ist man bei den meisten deutschen Banken damit schlecht beraten. Durchschnittlich 1,2 Prozent Zinsen gibt es für Tagesgeld, das ist weit weniger, als die aktuelle Inflationsrate, die bei etwa zwei Prozent Zinsen liegt.

Vorsicht bei ausländischen Banken

Da kommt bei vielen Anlegern schnell der Wunsch auf, eine geeignete Alternative zu finden. Immobilien, Anleihen, Aktien und Co. kommen jedoch häufig nicht in Frage, zu hoch ist die Angst vor Kursverlusten, zu gering die Bereitschaft, Gelder langfristig anzulegen. Die ausländischen Banken, die derzeit sehr hohe Tagesgeldzinsen anbieten, scheinen da vielversprechender. So gibt es aktuell

–        2,1 Prozent bei der MoneYou,

–        2,0 Prozent bei der Deniz Bank,

–        2,0 Prozent bei der NIBC und

–        1,9 Prozent bei der Garantie Bank.

Das erscheint sehr viel und da hinter den meisten der ausländischen Banken große Geldinstitute mit internationalem Namen aufwarten, erscheint auch die Sicherheit groß. Denn innerhalb der EU werden Kundengelder mit 100.000 Euro pro Anleger abgesichert.

Im Fall der Fälle

Doch im Fall der Fälle kann die vermeintliche Sicherheit sich plötzlich in Luft auflösen, wissen Experten zu berichten. Zwar verpflichtet die EU Banken europaweit dazu, diese Sicherungslösung anzubieten, kommt es aber zur Bankenpleite, suchen viele Länder nach Möglichkeiten, die Auszahlung zu umgehen. Binnen 20 Tagen, wie es die Regelungen vorsehen, kommt es dabei fast gar nicht zu einer Auszahlung.

Und im schlimmsten Fall gehen die finanziellen Mittel den Ländern aus, denn es gibt derzeit keinen EU-weiten Topf, aus dem die Spareranlagen entsprechend bedient werden können. Entsprechende Vorschläge seitens der EU werden immer wieder abgelehnt und schließlich und endlich müssen viele Kunden ihr Recht einklagen – und zwar vor Ort. Das heißt, dass im Ausland geltendes Recht angewendet wird, was einen Anwalt weitaus teurer macht.

Kategorie / Thema: Allgemein, Festgeld, Nachrichten, Tagesgeld
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