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Welche Steuern und Freibeträge gelten?

Einer der herausragenden Vorteile des Tagesgeldkontos sind bekanntlich die für den Anleger überaus attraktiven Zinsen. Vergleicht man die Rendite beispielsweise mit den Erträgen des herkömmlichen Girokontos, so fallen oftmals gravierende Unterschiede auf. Nicht selten kommt es sogar vor, dass der Zinssatz bei etwa drei bis fünf (!) Prozent liegt. Dass aber solche Zinserträge – wie dies ja auch bei den meisten anderen Anlagevarianten der Fall ist – gleichermaßen versteuert werden müssen, versteht sich natürlich von selbst. In Bezug auf die Steuerlast und die damit verbundenen Einflüsse auf die Brutto- und Nettorendite bei Zinserträgen gibt es allerdings einige grundlegende Faktoren zu berücksichtigen.

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Nur wenige Inhaber von Tagesgeldkonten bedenken tatsächlich, dass es sich bei der jeweils erzielten Rendite um Zinserträge handelt, welche sich vor dem Abzug von Steuern bzw. dem Inflationseinfluss ergeben. Demzufolge stellen sie noch keinen tatsächlichen Wertzuwachs dar. Daraus folgt also, dass die Bruttorendite als nominaler Zinsertrag bezeichnet werden kann, wohingegen die Nettorendite die Aspekte „Inflation“ und „Steuern“ bereits berücksichtigt. Fakt ist dementsprechend, dass der Wert der Nettorendite stets niedriger ist, als die Bruttorendite.

Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang natürlich auch die seit Beginn dieses Jahres in Kraft getretene Abgeltungssteuer. Sie wirkt sich aber gerade in Bezug auf Tagesgeldanlagen vergleichsweise positiv für den Anleger aus. Ein Grund mehr also, auf Anlagevarianten zurückzugreifen, die regelmäßige Zinsgutschriften bieten? In der Tat! Denn war es noch bis zum Ende des vorangegangenen Jahres gang und gäbe, dass ein Steuersatz von dreißig Prozent erhoben wurde, so sind es nunmehr noch 25 Prozent. Hinzu kommen jedoch unter Umständen die Kirchensteuer sowie der Solidaritätszuschlag. Was aber müssen Anleger beachten, deren individueller Steuersatz unter 25 Prozent liegt? Experten geben auch in dieser Hinsicht „Entwarnung“, wenn es um das Tagesgeldkonto geht. Die gezahlten „Tagesgeld-Steuern“ können schlicht und einfach im Zuge der bekannten Einkommenssteuer-Erklärung veranlagt werden.

Steuerzahler, deren Steuersatz hingegen mehr als 25 Prozent beträgt, dürfen sich freuen. Denn durch die Zahlung der Abgeltungssteuer ist die Steuerlast in Bezug auf die Rendite für das Tagesgeldkonto vollständig abgegolten. Seit Einführung der Abgeltungssteuer haben sich aber in steuerlicher Hinsicht zwei Aspekte nicht geändert: die Werbungskostenpauschale sowie der Sparer-Freibetrag. Bis zu einem vorgegebenen Limit, der so genannten „kumulierten Grenze“ in Höhe von 1.602 Euro für Ehepaare bzw. bis zu 801 Euro für allein stehende Personen können die Zinserträge gewissermaßen „ohne Umwege“ direkt vereinnahmt werden. Im Zusammenhang mit der neuen Abgeltungssteuer-Regelung bei Tagesgeld-Konten hat sich dieser Punkt auf den ersten Blick also nicht verändert.

Betrachtet man jedoch nunmehr den Aspekt der Werbungskosten, so sind diese im Zuge der Abgeltungssteuer abgegolten. Was aber, wenn der Werbungskostenanteil höher ist? Pech für den Anleger, denn seit Anfang 2009 können höhere Werbungskosten folglich nicht mehr dem Finanzamt gegenüber geltend gemacht werden. Der „Überschuss“ muss demnach vom Anleger selbst getragen werden. Auch in punkto Sparer-Pauschbetrag gibt es Veränderungen zu berücksichtigen: Will der Anleger im Zusammenhang mit der Besteuerung der Tagesgeld-Erträge den Sparer-Pauschbetrag in vollem Umfang in Anspruch nehmen, so ist die Beantragung eines Freistellungsantrages bei der (Haus-)Bank unabdingbar.

Hinweis: In Bezug auf die Abgeltungssteuer werden Freistellungsaufträge stets zusammengerechnet.

Ein Rechenbeispiel zur Verdeutlichung des Sachverhaltes:

TABELLE!

Anhand des Beispiels ist also deutlich ersichtlich, dass ohne einen Sparer-Pauschbetrag weitaus höhere Zinsverluste zu verzeichnen sind, als dieses mit einem entsprechenden Pauschbetrag der Fall ist. So geringfügig der Sparer-Pauschbetrag zunächst auch erscheinen mag, so effektiv wirkt er sich in Bezug auf die tatsächlichen Zinsgewinne beim Tagesgeldkonto aus.

Tipp: Sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind, ist es sogar durchaus möglich, unter Zuhilfenahme der so genannten Nicht-Veranlagungsbescheinigung eine hundertprozentige Befreiung der steuerlichen Veranlagung durchzusetzen.

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